Stolpersteinverlegung und Aktionstag 2026
14.07.2026
Der Juni stand im Zeichen des Erinnerns: Mit dem Projekttag zum Thema „Jüdisches Leben in Rahden“ sowie der erneuten Verlegung von Stolpersteinen wurde ein Zeichen gegen das Vergessen gesetzt.
Am 7. Juni wurden in Rahden bereits zum siebten Mal Stolpersteine verlegt. Diese erinnern an die Familien Vogel, Frankenberg und Heine und ihre Geschichten sowie Schicksale unter dem Nationalsozialismus. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Jüdisches Leben durften wir diesen bewegenden Tag begleiten. Besonders eindrucksvoll war die Anwesenheit von Nachkommen der Familie Weidenbaum, die extra aus England angereist waren. Dies machte deutlich, wie wichtig aktive und engagierte Erinnerungsarbeit bis heute ist.
Auch an unserer Schule wurde dieses Thema intensiv aufgegriffen: Am 11. und 12. Juni fanden Projekttage anlässlich des Anne-Frank-Tages in den 8. Klassen statt. Nach einer Einführung beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler eigenständig mit den Biografien von vier jüdischen Familien aus Rahden und besuchten anschließend die dazugehörigen Stolpersteine im Stadtgebiet. Den Abschluss bildete eine Veranstaltung in der Aula, bei der Herr Brüning vom Arbeitskreis Jüdisches Leben eindrucksvoll über die Schicksale der Familien und die Geschichte des jüdischen Friedhofs Alt-Espelkamps berichtete.
Dabei wurde deutlich: Erinnerung darf nicht in Geschichtsbüchern stehen bleiben. Sie ist ein Auftrag für uns, für die Gegenwart und Zukunft. Gerade in Zeiten von Hass, Desinformation und Gleichgültigkeit ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen, vor allem im Alltag, in unserer Sprache und auch in den sozialen Medien. Denn nur durch eine Kultur der Toleranz und des Hinschauens kann verhindert werden, dass sich Geschichte wiederholt.