Stolpersteine putzen im Geschichtsunterricht
10.04.2026
Die Schülervertretung hat gemeinsam mit der Klasse 9a im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Rahdener Stolpersteine besucht und gereinigt. Die kleinen Gedenksteine erinnern an Rahdener, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden. Durch das Putzen der Stolpersteine wollten wir gemeinsam ein Zeichen des Erinnerns setzen und uns mit der Geschichte vor Ort beschäftigen.
Zu Beginn der Aktion gab es eine kurze Einführung in die Geschichte der Stolpersteine sowie einen Überblick über die verschiedenen Verlegeorte in Rahden. Anschließend traf sich die Gruppe auf dem Kirchplatz mit dem Arbeitskreis Jüdisches Leben in Rahden. Claus-Dieter Brüning und weitere Mitglieder des Arbeitskreises berichteten dort über die Geschichte der Region während der NS-Zeit und erklärten, welche Schicksale sich hinter den Stolpersteinen verbergen. Außerdem zeigten sie den Schülerinnen und Schülern, wie die Steine richtig und sorgfältig gereinigt werden.
Danach verteilten sich die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen im Stadtgebiet. Unter anderem in der Langen Straße, der Bahnhofstraße und der Marktstraße putzten sie die Stolpersteine, sodass die eingravierten Namen wieder gut lesbar sind. Mit dieser Aktion wurde bewusst an die Menschen erinnert, deren Leben durch das nationalsozialistische Regime zerstört wurde.
Zum Abschluss hörten die Neuntklässler eine Videobotschaft von Daniel Oppenheim. Er ist der Enkel einer Rahdener Familie, die während der NS-Zeit in die USA fliehen musste. In seiner Botschaft ermutigte er die Schülerinnen und Schüler, sich auch heute aktiv gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung einzusetzen.
Die Aktion machte deutlich, wie wichtig Erinnerungskultur gerade für junge Menschen ist.